Gründe für den Erhalt des Badeparks Berenbostel

Die Verwaltung speist die Bürger mit dünnen Eckdaten ab:

2 Bäder weg – dafür ein neues Bad =

Einsparung ca. 10 Mio. plus ca. 1 Mio. für jährliche Betriebskosten.

Wer dagegen ist, geht nach deren Meinung fahrlässig mit den Finanzen der Stadt um bzw. hängt an Althergebrachtem.

Wir stellen hiermit klar, dass auch wir die finanziellen Möglichkeiten sehr genau im Auge behalten. Ebenso liegt uns daran, dass die sogenannte Neue Mitte endlich positiv entwickelt wird.

Wir sind jedoch der Überzeugung, dass das geplante Zentralbad in der Neuen Mitte einer weiteren Stadtentwicklung im Wege steht, und zwar aus folgenden Gründen:

(Lassen wir mal die ungewissen Erschließungskosten außeracht, dürfte es auf jeden Fall für die endgültige Planung zu den nachstehend genannten Problemen kommen)

Raumbedarf

Die Unabhängigen haben ihre Zustimmung von einer Option für ein zusätzliches Freibad abhängig gemacht. Wann und ob dieses Freibad jemals gebaut wird, steht in den Sternen. Jedoch spätestens bei der endgültigen Planung müssen die Karten offen auf den Tisch gelegt werden. Es dürfte allen Planern bekannt sein, dass bei einem Freibad nicht die Wasserfläche entscheidend ist, sondern vielmehr die Größe der benötigten Liegewiesen.

Verkehrsanbindung

Die einzige Zufahrtsstraße ist die Europa-Allee. Nach den Plänen für die Stadtbahn-Verlängerung soll diese als einzige Durchfahrtsstraße zwischen den Stadtteilen Nord und Süd dienen, da ja die Berenbosteler Straße zwischen Rathaus und Shopping-Plaza dafür wegfallen wird. Außerdem soll sich die Planung für eine Neue Mitte nicht auf das Bad beschränken, sondern auch andere Einrichtungen und Wohngebiete entstehen, die zwangsläufig erheblichen Verkehr mit sich bringen.

Parkplatzbedarf

Bei einem Freibad spielt erfahrungsgemäß das Wetter bei den Besucherzahlen eine entscheidende Rolle. Ist es warm und sonnig, muss man mit Zahlen bis zu 1000 oder auch mehr Besuchern rechnen, denen Parkplätze zur Verfügung stehen müssen.

Im Badepark gab es diesbezüglich keine Probleme, da durch die zwei Schulen, die Sporthalle und den Sportplatz vom TSV Berenbostel genügend Kapazität vorhanden war. Wie eine Planung ohne diese Möglichkeiten aussehen soll, können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen.

Fazit:

Die Verwaltung wäre aus finanziellen und speziell planerischen Gründen gut beraten, auf einen Neubau in der Neuen Mitte zu verzichten und die dortigen Flächen und Verkehrswege für andere sinnvolle Baumaßnahmen frei zu halten!

Deshalb sind wir für den Erhalt / Sanierung des Badeparks Berenbostel und des Hallenbades Planetenring. Da nicht unbedingt beide Bäder zu gleichen Zeiten geöffnet sein müssen (wie bereits in der Vergangenheit praktiziert), entfallen personell die doppelten Betriebskosten.

Der Erhalt des Badeparks hat nichts mit „Kirchturmdenken“ zu tun. Es ist nun einmal Tatsache, dass Umgebung, Flächen, Verkehrsanbindung samt Parkplätzen, sowie die komplette Energieversorgung vorhanden sind. Ebenso liegen die Pläne hierfür bereits in der Schublade. Es könnte also sofort mit allem begonnen werden!

Nicht nur die Bürger der gesamten Stadt und der umliegenden Gemeinden würde das freuen, sondern mit Sicherheit auch die Stadtkasse!!!

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