Beitrag von Frau Irmgard Galic

Sehr geehrte Damen und Herren des Ortsrates Berenbostel,

Ich frage mich schon lange, weshalb es an der verantwortungsvollen Stelle keine vernünftige Idee zu diesem Thema gibt.

1972 sind wir von Hannover nach Berenbostel gezogen und waren Dauergäste des Badeparks und des Schwimmvereins.  Wir und die Bürger dieser Stadt sollten mit unseren Steuergeldern unseren Anteil zur Zahlung des gesamten Standortes Badepark getragen haben, ganz abgesehen von den Eintrittsgeldern, die laufend erhöht wurden.

Wegen vernachlässigter Reparaturen, die schon lange hätten stattfinden können, soll jetzt erstmal das Hallenbad abgerissen werden. Dies ist grundsätzlich verständlich.

Die Frage stellt sich allerdings, weswegen das neue Hallenbad nicht an gleicher Stelle aufgebaut werden kann bzw. soll, obwohl bereits Pläne hierzu veröffentlicht wurden und grundsätzlich sowohl Bauland als auch sämtliche logistische Erfordernisse bei dem Standort abgedeckt wären.

Das Angebot, lediglich das Freibad unter der Regie von Vereinen zu erhalten, ist ohne Unterstützung unserer Steuergelder und somit Beteiligung der Stadt Garbsen m.E. finanziell nicht durchführbar und zum Scheitern verurteilt.

Unter der Betrachtung, dass sich Garbsen als Universitätsstadt neu positionieren möchte, um gezielt Familien und junge Bürger mit attraktiven Angeboten zur Ansiedlung zu motivieren, ist der Abriss des Badeparks inkl. der Freibadanlage mehr als „contra-produktiv“.

Ein Hallenbad für die ganze Region Garbsen in der Nähe von der Autobahn, kann wohl kaum als attraktives Freizeitangebot oder Vorbildfunktion fungieren.

Bereits in 2014 wurden Baupläne für ein neues Hallenbad an gleicher Stelle vorgestellt. Das war allerdings noch vor der Wahl!

Den entsprechenden Zeitungsartikel kann ich gerne beibringen, um die damaligen Versprechungen wieder in Erinnerung zu bringen.

Fraglich ist also, wieso ein Neubau an anderer Stelle kostengünstiger sein soll?

 M.E. ist es eher teurer, da das Bauland zusätzlich zu erwerben ist, Erschließungskosten anfallen, Parkplätze und Zufahrten müssen neu gebaut werden, Fahrradwege werden gebraucht (falls das überhaupt gewünscht ist) und später müssen die umliegenden Schulen mittels Bussen die Schüler zum Schwimmunterricht fahren, was zusätzliche Transportkosten verursacht (ganz abgesehen von der Zeitverschwendung).

Die Abrisskosten bleiben gleich und sind unabhängig davon, wo das Hallenbad neu aufgebaut werden soll.

Am Platzmangel kann es auch nicht liegen, da das neu geplante Hallenbad sogar noch kleiner ausfallen soll, als das bisherig

So steht die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Abriss des Badeparkes nicht um eine ökonomische Entscheidung handelt, sondern ggfs. sogar eine privat motivierte!?!

Ökologisch gesehen ist der Abriss des Badeparkes für unsere Umwelt eine große Katastrophe, da er mit Zerstörung von Lebensraum unserer Tierwelt einhergeht, auch wenn das niemand zu stören scheint.

Es scheint, als wollte die Stadt mit aller Macht den Badepark als Grundstücke für Neubauten teuer verkaufen, logische andere Argumente gibt es wohl nicht.Ich würde es sehr begrüßen, wenn man nicht versuchen würde, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen, sondern anhand von konkreten Rechnungen klar aufzeigen würde, weswegen scheinbar der Neubau nur neben der Autobahn durchführbar ist

Wenn sich andere Gemeinden und Städte zum Wohle ihrer Bürger geeignete Bäder leisten können, sollte dies auch der Stadt Garbsen möglich sein.

Gez. Irmgard Galic

Hertzstr. 53

30827 Garbsen